Junge Linke auf Opium

Nichts gegen eine gründliche Schulung, denn ein nicht geringer Teil der Arbeit der Kommunistischen Partei besteht darin, die „Arbeiter (wie auch die Studenten und Gymnasiasten) so [zu] schulen, daß man mit ihnen über diese Fragen [gemeint sind „die Fragen der „Politik“ und der „Organisation““; S. Hirschfeld] reden kann“, wie Lenin in „Was tun?“, einer Schrift, von der für gewöhnlich nur mehr ihr Titel bekannt ist, treffend bemerkte, doch wenn die bibeltreue Teenagerlinke aus den 10 Geboten zitierend (für die Doofen: siehe rechtes Transparent) Schulen fordert, wird sie solche im Sinn haben, die nichts lehren, sondern „das volksverdummende Opium Religion“ (wieder Lenin) gleich kübelweise an ihre Insassen verteilen. Derartiges ließe sich verhindern, indem Stanislaw Hirschfeld, ergo „der Mensch also nicht mehr bloß denkt, sondern auch lenkt“, denn „dann erst verschwindet die letzte fremde Macht, die sich jetzt noch in der Religion widerspiegelt, und damit verschwindet auch die religiöse Widerspiegelung selbst, aus dem einfachen Grunde, weil es dann nichts mehr widerzuspiegeln gibt“ (Engels). Bis dahin erfreuen sich die religiösen Drogendealer vorerst beachtlicher Beliebtheit, während sie sich einen guten, komfortabel lünettengestützten Platz unter dem Fallbeil sichern.

bibeltreue linke

Nachtrag:

Die Guillotine, „eine Maschine, die den Kopf im Handumdrehen entfernt und das Opfer nichts anderes spüren lässt als ein Gefühl erfrischender Kühle“ (Joseph-Ignace Guillotin), wird oben selbstredend nicht zufällig erwähnt, ist sie doch ein ganz und gar revolutionäres Gerät, das wie kaum ein anderer Gebrauchsgegenstand für égalité steht. Somit ist sie auch in kommenden Zeiten geeignet, das Objekt der Wahl zu sein, sich konterrevolutionärer Elemente zu entledigen.

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1 Antwort auf „Junge Linke auf Opium“


  1. 1 Vermischtes « Entdinglichung Pingback am 21. April 2010 um 10:42 Uhr
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