Mit einem fröhlichen „Sieg Heil!“ gegen Sodom und Gomorrha

„Loveparade, ich schieß‘ auf Dr. Motte“ (Kool Savas)

Heute meldete sich eine meiner Lieblings-Geistesgestörten, Eva Her(renmensch)man mal wieder zu Wort, um aus Anlaß der toten Raver in Duisburg ein wenig rumzuhitlern. Wie es sich für einen anständigen rechtsradikalen Zombie gehört, ereifert sich die führerlose Eva Braun unserer Tage über „ekstatische Verzückung“, „Enthemmung und Entfesselung“ und „Verführung“. Das überrascht niemanden, Nazis wollen schließlich am Reichsparteitag oder bei der Ausländerjagd verzückt, enthemmt, entfesselt und verführt werden, und zwar ordentlich gewandet etwa in vollgepisster Jogginghose und Deutschlandtrikot, jedoch keinesfalls nackt von elektronischer Musik und chemischen Drogen. Da darf der brave Deutsche dann auch gerne mal seiner leibeigenen Ehefrau an den Hintern packen, sollte die zur Feier des Tages mal nicht am Herd festgekettet sein, während Undeutsche verbrennen, denn das hat mit „Trieben“ nichts zu tun, sondern entspricht ganz den „Anstandsrnormen“ (sic!), im Gegenteil zu sich gegenseitig küssenden Frauen, wie die Illustration der Hirnwichse der Autobahnbegeisterten zeigt. Der Knaller folgt allerdings am Ende der Kotze in Textform, wenn die Nazimade folgendes vermutet:

„Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was das angeht, kann man nur erleichtert aufatmen!“

Vermutlich meint sie finstere Islamisten, die immerhin noch über eine anständige Moral verfügen, oder vielleicht fantasiert sie von Reichsflugscheiben. Ich weiß es nicht, es ist auch egal. Möge Herman die Luft ausbleiben.

autobahn

kaputt


13 Antworten auf „Mit einem fröhlichen „Sieg Heil!“ gegen Sodom und Gomorrha“


  1. 1 Stanislaw Hirschfeld 26. Juli 2010 um 3:53 Uhr

    „Können wir Evken [gemeint ist Eva Herman; S. Hirschfeld] nicht per Volksentscheid ausweisen?“ (Eine sich „witchbitch“ nennende Internet-Irre)

    Das ist der empörte Volksmobster, wie er leibt und lebt. Wenn eine der ihren aus Ungeschick und Übereifer sich ein wenig zu weit aus dem Fenster lehnt und sich auf den von den Alliierten erzwungenen mühsam demokratisch sich präsentierenden Trottoir erbricht, rufen sie nach dem geläuterten Hitlerstaat, damit er ihre vorlauten Kameraden dem Ausland aufhalst. Was die Nichtdeutschen mit dem Nazigesindel anfangen sollen, außer es hinzurichten, was ja leider nicht passieren wird, solange es sich nicht um Eichmann oder ähnliche Kaliber handelt, interessiert den Bodensatz der Menschheit (sollte man sie mit einer extra Portion Freundlichkeit überhaupt noch zu jener zählen) einen feuchten Kehricht. Es läßt sich nicht oft genug sagen: Die Wiederkehr der Roten Armee ist eine Notwendigkeit.

  2. 2 Entdinglichung 26. Juli 2010 um 13:26 Uhr

    nicht viel anders als Eva Herman reagiert übrigens Jürgen Elsässer auf seiner Heimatseite … und ich muss hier deinen Ausführungen sogar einmal zustimmen ;-)

  3. 3 LW 26. Juli 2010 um 20:38 Uhr

    Der nekrophile Oberzombie Wiglaf Droste stimmt auch ein ins reaktionäre Moral-Geraune: http://www.jungewelt.de/2010/07-26/017.php

  4. 4 dogsborough 27. Juli 2010 um 8:58 Uhr

    Was ist denn fortschrittliches Moral-Geraune? Placebotrottel…

  5. 5 Stanislaw Hirschfeld 27. Juli 2010 um 16:08 Uhr

    Man muß das leider dazusagen, daß Moral-Geraune reaktionär ist, um nicht mit einem Fürsprecher dessen verwechselt zu werden.
    Was ein Placebotrottel ist, würde ich allerdings gerne wissen. Etwa ein Arzt mit Vorliebe für wirkstofflose Medikamente, also womöglich ein Heilpraktiker?

  6. 6 Stanislaw Hirschfeld 27. Juli 2010 um 16:37 Uhr

    Der Wahnsinn geht natürlich weiter, Goebbels Medium Eva Herman kann bekanntlich die Finger nicht stillhalten, bis sie ihr gebrochen und eingegipst werden. So sieht sie sich berufen, ihre gesellschaftliche Utopie, die deutsche Volksgemeinschaft, der Welt, also den anderen Irren, zu beschreiben:

    „Den Traum eines Landes mit glücklichen Menschen, ohne Drogen, ohne übermäßigen Alkohol, ohne eine sexualisierte Gesellschaft, sondern eines Landes, in dem Menschen leben, denen Verlässlichkeit und gegenseitiger Respekt wichtig sind. Wünschenswert wäre ein Land, in dem die Menschen sich füreinander verantwortlich fühlen, ein Land, in welchem Politiker nicht mehr die Unwahrheit sagen dürfen, ein Land mit Medien, die wahr berichten. Ein Land mit geistiger Freiheit und Hilfe sowie Liebe für den Nächsten.“

    Ihre gestrige Schlußpointe ist noch amüsanter als die vorige:

    „Im Gespräch miteinander findet man die besten Chancen, unterschiedliche Positionen, die vielleicht gar nicht so unterschiedlich sind, auszutauschen.“

    Da hat sie recht, ist der Deutsche dem Deutschen in erster Linie eben ein Deutscher. Wie zum Beweis tritt Jürgen Elsässer auf, zeigt er in seinem ersten, mehr noch in seinem zweiten Eintrag schön auf, wie die Deutschen der verschiedenen Leichenzusammenrottungen sich einig sind.

  7. 7 LW 27. Juli 2010 um 20:34 Uhr

    Dass Moral ja durchaus auch im Dienste des Fortschritts stehen kann, wie im Stalinismus z.B. (einer von vielen bürgerlichen Rückständen, die zu Anfang des Sozialismus noch wirken, bzw. vom Bolschewismus nutzbar gemacht werden), will die Commünistencanaille da oben natürlich nicht wahr haben.

    Und Placebotrottel, das ist wohl aus dem deutschlinken Szene-Vokabular, siehe auch „Selbstdarsteller“, „Stalino“, sowas in der Richtung, um jemanden zu markieren, den man bloß nicht ernst nehmen soll, gerade weil mans muss.

  8. 8 LW 27. Juli 2010 um 20:44 Uhr

    Bzw. sogar noch schlimmer: „Placebotrottel“, das ist hier gemeint im Sinne des gutbürgerlichen Neonazisprechs als ein Synonym natürlich für „Schwuli“, „Judenknecht“, „Emo“ usw., weil sich da ein Kommunist wagt, öffentlich eine Band zu loben, deren jüdischer Sänger offen transvestitisch und bisexuell ist und deren schwuler Bassist gern Ärsche fickt UND DIE DAS AUCH NOCH GUTFINDET SO.

    SCHLECHTE BAND WEIL POP, weil beliebt, berühmt etc. ist dann das nächste Ressentiment, das in diesem einen Wort zum Vorschein kommt.

  9. 9 Stanislaw Hirschfeld 27. Juli 2010 um 22:36 Uhr

    Daß Moral (also etwas Unvernünftiges) benutzt werden kann von vernünftigen Menschen (ja, das ist eine Verdoppelung), wollte ich keinesfalls bestreiten, ich bin ja nicht verrückt. Damit entgegne ich nichts zu dem, völlig richtigen, von LW Geschriebenen, dem ich voll und ganz zustimme. Die hervorragende Band Placebo mag ich auch, hätte jedoch nicht angenommen, die seltsame Beleidigung „Placebotrottel“ bezöge sich auf diese.

  10. 10 dogsborough 27. Juli 2010 um 23:51 Uhr

    Daß Moral (also etwas Unvernünftiges) benutzt werden kann von vernünftigen Menschen (ja, das ist eine Verdoppelung), wollte ich keinesfalls bestreiten, ich bin ja nicht verrückt.

    Nein, nein! Du bist so klar wie lw:

    Bzw. sogar noch schlimmer: „Placebotrottel“, das ist hier gemeint im Sinne des gutbürgerlichen Neonazisprechs als ein Synonym natürlich für „Schwuli“, „Judenknecht“, „Emo“ usw., weil sich da ein Kommunist wagt, öffentlich eine Band zu loben, deren jüdischer Sänger offen transvestitisch und bisexuell ist und deren schwuler Bassist gern Ärsche fickt UND DIE DAS AUCH NOCH GUTFINDET SO.

    ;D Hammer! *lächel*

  11. 11 Stanislaw Hirschfeld 28. Juli 2010 um 0:14 Uhr

    Halt’s Maul, Punker.

  12. 12 Jesus 25. Mai 2012 um 21:57 Uhr

    Was willst du scheißnigger, du arschloch hast dir keinerlei urteil über deutsche frauen anzumaßen, wenn es dir hier nicht paßt, geh zurück nach mamelukistan.

  1. 1 Sappalot und zugenäht. Eva Hermans strikes back. Luft anhalten. Ruhe bewahren. Nicht zu den Waffen greifen. Obwohl man will. Der Gipfel ist erreicht. « Gesellschaft ist kein Trost Pingback am 25. Juli 2010 um 22:42 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.