Archiv für Juli 2010

Mit einem fröhlichen „Sieg Heil!“ gegen Sodom und Gomorrha

„Loveparade, ich schieß‘ auf Dr. Motte“ (Kool Savas)

Heute meldete sich eine meiner Lieblings-Geistesgestörten, Eva Her(renmensch)man mal wieder zu Wort, um aus Anlaß der toten Raver in Duisburg ein wenig rumzuhitlern. Wie es sich für einen anständigen rechtsradikalen Zombie gehört, ereifert sich die führerlose Eva Braun unserer Tage über „ekstatische Verzückung“, „Enthemmung und Entfesselung“ und „Verführung“. Das überrascht niemanden, Nazis wollen schließlich am Reichsparteitag oder bei der Ausländerjagd verzückt, enthemmt, entfesselt und verführt werden, und zwar ordentlich gewandet etwa in vollgepisster Jogginghose und Deutschlandtrikot, jedoch keinesfalls nackt von elektronischer Musik und chemischen Drogen. Da darf der brave Deutsche dann auch gerne mal seiner leibeigenen Ehefrau an den Hintern packen, sollte die zur Feier des Tages mal nicht am Herd festgekettet sein, während Undeutsche verbrennen, denn das hat mit „Trieben“ nichts zu tun, sondern entspricht ganz den „Anstandsrnormen“ (sic!), im Gegenteil zu sich gegenseitig küssenden Frauen, wie die Illustration der Hirnwichse der Autobahnbegeisterten zeigt. Der Knaller folgt allerdings am Ende der Kotze in Textform, wenn die Nazimade folgendes vermutet:

„Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was das angeht, kann man nur erleichtert aufatmen!“

Vermutlich meint sie finstere Islamisten, die immerhin noch über eine anständige Moral verfügen, oder vielleicht fantasiert sie von Reichsflugscheiben. Ich weiß es nicht, es ist auch egal. Möge Herman die Luft ausbleiben.

autobahn

kaputt

Juden, die Nazis der linken Deutschen

„Hoch oben im Äther, da sind wir meist zu Haus!
Bei fünftausend Meter sieht alles anders aus.
Da gibt’s keine Grenzen, da gibt’s keinen Pass!
Der Flieger fliegt und fragt nicht: Wie und was?“
(Walter Reisch)

„Kaum hat mit dem Abzug der Roten Armee und den anderen Alliierten die Aufsicht nachgelassen, legt Ihr sofort los.“ (Café Morgenland)

Deutsche Linke, also die Verlogensten des nationalsozialistischen Rudels, sind imstande, selbst mit sogenanntem antifaschistischen Engagement antisemitisch aufzutreten – wir kennen das dank ihrer Israelkritik seit langem. Hören sie beispielsweise ein Lied, das komponiert wurde von Allan Gray, geboren als Józef Żmigrod, der Deutschland Richtung England verließ, nachdem die NSDAP die Macht übernommen hatte, dessen Text von Walter Reisch stammt, der das Deutsche Reich verlassen musste, da ihm Vernichtung drohte, und das erstmals im UFA-Film F.P.1 antwortet nicht gesungen wurde, der auf einem Roman von Curt Siodmak basiert, der ebenfalls für das Drehbuch verantwortlich zeichnet und unter anderem jüdisch-polnische Vorfahren hatte, dann benennen sie dieses Lied mit zielsicherer und unbeirrbarer Ekelhaftigkeit als „Nazischlager“. Diese Subspezies des untoten Deutschtums ist aufgrund ihres gutmenschelnden, kritisch-emanzipatorischen und sowieso antifaschistischen Nationalwahns, der stets zur Vernichtung all derer treibt, die sie nicht beschützen (das heißt: bevormunden, unterdrücken, internieren) dürfen, weil manch einer einfach keine Lust hat, nett mit seinem potentiellen Henker zu plaudern, sowie derer, die sie nicht beschützen wollen, weil manch einer eben doch noch weiß, wovon er redet, wenn er „Vernunft“ sagt, ist besonders gefährlich wegen ihrer heuchlerischen Maske. Reißen wir sie ihnen von ihrem leeren verwesenden Schädel, solange sie noch einen haben!

dawn of the dead

Trotzki 2.0

Mülltonnenreifer geistloser Totalschaden.

Sinnvoll Zeit nutzen

Die Lektüre der stets erfrischenden Texte Lenins ist eine wahre Wohltat, während man zwischen den Zombies zu sitzen gezwungen ist. So lässt sich revolutionäre Ungeduld hervorragend beseitigen.

ihr halt

Tote im Netz

Es ist schon erstaunlich: Der im Kopf leere Pöbel meint doch immer wieder, er wäre nicht tot und erledigt, sondern dazu berufen, mittels Kritik und ähnlicher Zweck- und Hirnlosigkeiten, dem Weltgeist ins Werk pfuschen zu müssen, während er sich tatsächlich kommunistisch wähnt. Welch Wahn! Die Selbstwahrnehmung dieses anarchistisch-trotzkistisch-nationalsozialistischen Packs geht einher mit der völligen Unfähigkeit, selbst die einfachst und verständlichst geschriebenen Texte zu verstehen (von Hegel ganz zu schweigen, der dann doch etwas mehr als rudimentäre Alphabetisierung verlangt), sowie esoterisch-verballerter Sicht auf den banalen Gang der alltäglichen Geschäfte, die den Spätkapitalismus ausmachen. Kurz: Die lebenden und bloggenden Leichname simulieren ihre lebendige Existenz und verstopfen eigentlich sinnvolle Dinge wie Zeitungen und Internet mit ihrer Grütze und verstümmeln mit Leichtigkeit Sprache zu Diskurs. Einen Vorteil hat das Geschwätz allerdings: Da die Zombies ihre verfaulte Fresse nicht halten können, weiß der geschmackvolle und gebildete Stalinist, wer schon die ersten paar Stunden der Revolution mit Projektil im Hirn verbringen wird – nämlich nahezu jeder. Die eifrig wahrgenommene Möglichkeit, sich im sogenannten Web 2.0 das Maul zu zerreißen über alles, das man nicht versteht oder kennt, befreite endgültig und restlos von der Einbildung, nur die Lohnschreiber und die von den Lohnschreibern Zitierten hätten komplett lattenlose Zäune. Nein, es ist anders. Grenzenlose Dummheit und Anmaßung kennzeichnet das gesamte Volk. Diese Erkenntnis ist einfach zu haben. Ausnahmen bestätigen wie gewohnt die Regel.

kadaver

Lachhafter Kritikizikismus

Lachen, weiterlachen.

¡Gracias el tiburón!

Zucker!

Tee war noch nie meine Sache:

dein postpubertäres pop-stalino-gelaber ist echt süss.

1. Gegen mich schmeckt selbst Stevia bitter.

2. Natürlich bin ich postpubertär und nicht auf dem geistigen Niedrigstand eines zwölfjährigen Punkers stehengeblieben. Um ehrlich zu sein: So weit unten war ich schon mit sieben nicht. Pop gefällt mir, wieso auch nicht? Wie gesagt, ein Punker bin ich nun wirklich nicht. Gutes Leben inklusive maßgeschneiderter Bekleidung, geschmackvoller Wohnungseinrichtung und, wenn schon, dann jedenfalls besserer Drogen als Bahnhofsidiotenbierimitat oder dem Zeug, das hippieske Trottel mit ihrem Ekeltabak vermischen, das liegt mir einfach mehr als subkulturelle Armutsidealisierung. Und Stalinist ist man als Kommunist automatisch, oder man ist kein Kommunist.

3. Beleidigen will gelernt sein.

popstalinyo

Gute Deutsche, böse Juden

Ich finde es wichtig, dass man auch Israels antisemitische und menschenverachtende Handlungen breiter in der Öffentlichkeit thematisiert. Problematisch finde ich aber schon, dass es auch in sich als „links“ bezeichnenden Kreisen extrem nationalistische Einstellungen pro Israel gibt die keinerlei Kritik an diesem Regime zulassen. Das gleiche machen die Nazis auch.

Hingegen ich fände es begrüssenswert, wenn die deutsche Linke (ein gewiss schwammiger Begriff, der angesichts des mangelnden Unterschieds zwischen Rechten und Linken dieses furchtbaren Volkes jedoch Verwendung finden darf), ob sie sich selbst so nennt oder nicht, schnell mal zum tiefsten Punkt der Nordsee umzieht, statt weiterhin mit ihrem Nationalsozialismus (auch geheißen: „Israelkritik“ etc.) herumzuthematisieren. Falls sie sich erwartungsgemäß entscheidet, meinen freundlichen Vorschlag nicht umzusetzen, wird dann halt das kommunistische Reiseunternehmen Siberia Travels die Arbeit übernehmen müssen.

sabraman

Nachtrag:

Wenn grad kein Jude zur Hand ist, dem man via „Israelkritik“ zeigen kann, was ein echter Herrenmensch aka „reflektierter Linker“ alias „deutscher Fan“ ist, tun’s zur Not auch mal schnell zwei Italiener, denen fix in den Kopf geschossen wird.

Zärtliche Ruhe

Auf die Frage, ob denn die Grausamkeit der Kommunisten, des revolutionären Terrors, wirklich notwendig sei, ist man im ersten Moment geneigt, mit einem deutlichen „Ja!“ zu antworten. Diese Antwort wäre jedoch nicht richtig. Man kann den lebenden Toten aus der perversen Reihenhaussiedlung, aus den verfallenden Mietblocks, aus den von Sicherheitsdiensten bewachten Luxusknästen nichts antun, was ihnen nicht bereits angetan wurde, was sie sich nicht längst selbst angetan hätten. Sie sind eben tot, man kann sie nicht ermorden. Man kann ihnen nur Ruhe schenken. Wir sollten uns diese Ruhe gönnen.

smolensk