Die Rote

„Pop gehört aufs Majorlabel, Erfolg ist mir definitiv wichtig.“ (Eleanor Jackson)

Zum Irrsinn des Jetzt gehört die Idealisierung des Scheiterns oder gar völlige Anspruchslosigkeit wie Unfalltote zum Straßenverkehr, daher ist es umso angenehmer, wenn eine Künstlerin wie Elly Jackson, die mit Ben Langmaid La Roux bildet, sich dem Terror der untalentierten Unterdurchschnittspenner nicht anpaßt, sondern sagt, worum es zu gehen hat: Große Hallen füllen, abertausende Platten verkaufen und dem menschenunwürdigen Pseudoleben im Siff, das der ganz zu recht ewig unbekannte Antialleswasgutistpöbel als höchstes Gut anpreist, entgehen, sobald es denn möglich ist. Was Ms. Jackson als relevantes Kriterium für Pop angibt, ist etwas, das auch und gerade für alles Politische angestrebt werden muß, damit es real politisch und damit ökonomisch etc. wirksam wird. Erfolg will der vernünftige Kommunist haben, weil er sich und seine Interessen ernst nimmt, zu seinen Mitteln gehört Realpolitik, die das Gegenteil von Kritik darstellt. Nicht von ungefähr wird von Seiten des Debattier(anti)kommunismus gerne rumgeflennt, das sogenannte „Erfolgsargument“ gehöre sich nicht, denn wer etwas tut, macht sich schmutzig statt reine Kritik zu pflegen. Vor solchen Leuten müssen Revolutionäre sich hüten, denn die sind imstande, eine Revolution lieber zu verhindern und Marxisten-Leninisten-Stalinisten in den Rücken zu schießen, falls diese unaufmerksam sind, als sich der Gefahr auszusetzen, ausnahmsweise mal was erreicht zu sehen, das ihren hirngefickten Idealen natürlich nicht entspricht, da jeder im Aufbau begriffene Sozialismus notwendig nichtidentisch mit Kommunismus sein muß und wird. Diesen Deppen sei der sexuell offensichtlich schwer verwirrte Rocko Schamoni nahegelegt, der dieselbe bekloppte Haltung an den Tag legt wie sie:

„Ich fand Erfolg immer unsexy.“

laroux