Hirnforschung für Hirnlose

„Gefühlsverletzungen und körperlicher Schmerz erzeugen ähnliche Empfindungen, weil sie in denselben Hirnregionen verarbeitet werden. Das schließen US-Forscher aus Hirnscans von Probanden mit Liebeskummer. Der Gedanke an den emotionalen Misserfolg erzeugt demnach in denselben Bereichen Hirnaktivität wie die Erfahrung physischer Schmerzreize.“ (wissenschaft.de)

Man ist im ersten Moment versucht zu höhnen über die Sinn- und Nutzlosigkeit einer Hirnforschung, die nur beweist, was jeder schon an sich selbst beobachtet hat. Doch das sollte man nicht tun, denn dann entgeht einem die Möglichkeit zu erkennen, was diese Meldung wirklich meldet: Derart banale Ergebnisse sind einen Artikel auf einer Seite, die über Wissenschaft berichtet, nur wert, da das, was sie belegen und was eigentlich keines weiteren Belegs bedarf, anscheinend schon wieder so unbekannt, so sehr verschüttet wurde, daß sie nur als Neuigkeit wahrgenommen werden können von den abgestumpften gefühl- und damit leidfreien Zombiefressen, denen ihre Sprache, die eben längst nicht mehr ihre, sondern eine ihnen gänzlich fremde ist, weil sie weder wirklich sprechen können noch etwas zu sagen hätten, wenn sie wollten, so rätselhaft erscheint, daß sie darauf hingewiesen werden müssen, daß „sich negative Gefühlserlebnisse in den meisten Sprachen in entsprechenden Redewendungen widerspiegeln“.