Zum 80. Geburtstag von Rolf Hochhuth

Wir trafen ihn heute morgen zufällig in Berlin, während er unweit seiner Wohnung die Mülltonnen vor dem Reichstag durchwühlte: Rolf Hochhuth äußerte sich im bei dieser Gelegenheit entstandenen Interview gegenüber Stanislaw Hirschfeld vom Magazin für Wahrheitsfindung GENERELLE zu den regelmäßig erhobenen Vorwürfen, er habe ein Schauspiel über die Verwicklung der katholischen Kirche in die nationalsozialistische Judenvernichtung geschrieben. Wir präsentieren kurze Auszüge:

Stanislaw Hirschfeld: Sind Sie’s, Herr Hochhuth?

Rolf Hochuth: Grmbl? Hmpffffff… Chrhrrtrrmpf!

Stanislaw Hirschfeld: Wie bitte? Ich habe Sie leider nicht verstehen können, Herr Hochhuth!

Rolf Hochuth: Grmpfff…

Stanislaw Hirschfeld: Was machen Sie denn da?

Rolf Hochuth: Ich… Hrmpf… suche nach Verwertbarem für meine Stücke und Essays, etwa gefälschte Dokumente und verkehrte Theorien, auf die ich mich stürzen kann. Zur Not würde ich aber auch was Richtiges mitnehmen, ich kann’s dann ja noch mißverstehen. Hauptsache, ich rede von Dingen, von denen ich von Tuten und Blasen keine Ahnung habe. Meine wirre Auffassung von Geschichte ist nun einmal das Gewässer, in dem ich mich als Autor bewege. Bin immer ganz der kleine Pinscher geblieben, der ich von Kindesbeinen an war. Ansonsten suche ich Flaschen mit bißchen was drin und trinke sie aus. Früher war ich wählerisch, aber jetzt ist mir alles egal. Naja, nicht ganz. Rotwein löscht keinen Durst. Deshalb trinke ich nur Weißwein und meistens verdünntes oder alkoholfreies Bier. Außerdem bin ich ein sehr großer Liebhaber von Wodka. Am liebsten habe ich den Moskovskaya. Der Gorbatschow ist ja wie Kamillentee, den brauchen Sie nicht zu trinken. Mein Arzt meinte: Ach, Wodka trinken Sie, das ist sehr, sehr gut! Denn Wodka hat keinen Zucker.

[…]

Rolf Hochuth: Natürlich haben wir auch als Schriftsteller eine gesellschaftliche Verpflichtung. Übertreiben dürfen wir es damit jedoch nicht. Ich mache es richtig. Angela Merkel begrüßt mich immer noch freundlich mit Handschlag, wenn wir uns begegnen. Wir sehen uns aber fast nie.

[…]

Stanislaw Hirschfeld: Herr Hochhuth, es ist an Ihrem 80. Geburtstag, zu dem ich Ihnen herzlich gratuliere, vielleicht an der Zeit, Klarheit zu schaffen. Haben Sie das Stück Der Stellvertreter verfaßt?

Rolf Hochuth: Der Vorwurf ist einfach idiotisch! Ich bin ein absolut seriöser Mann. Mit meinem engen Freund David Irving habe ich außerdem noch nie gesprochen. Vor allem nicht darüber, daß es den Holocaust bekanntlich nie gegeben hat.

Stanislaw Hirschfeld: Vielen Dank für das Gespräch, Herr Hochhuth.

Rolf Hochhuth: Für welches Gespräch? Ich gebe ohnehin keine Interviews, weder der Jungen Freiheit noch Ihnen. Ich kenne Sie gar nicht. Und Ihr Magazin auch nicht. Bitte bringen Sie mich jetzt wieder nach Hause.


2 Antworten auf „Zum 80. Geburtstag von Rolf Hochhuth“


  1. 1 Faschismus « Generelle Pingback am 12. Juli 2011 um 17:19 Uhr
  2. 2 Claus Peymann redet Unsinn und geht mir auf die Nerven « Generelle Pingback am 03. Januar 2012 um 21:01 Uhr
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