Faschismus

Rolf Hochhuth sprach mit dem Vertriebenenfreund Harald Schmidt im Fernsehen über seine Alkoholexzesse, seine Theorie von den Juden, die die Medien kontrollieren, und seinen verkommenen Nachwuchs. Er rief zur „sozialen Revolution“ auf, der faschistische Studiomob stimmte applaudierend zu. Zwar brüllte dann keiner „Sieg Heil“ oder stimmte das Horst Wessellied an, es wurde stattdessen entspannt gelacht, doch hat das nicht zu bedeuten, die Faschisierung hätte erst stattzufinden. Faschismus (wenn der anders genannt wird) ist nämlich bereits mehrheitsfähig, Hochhuth also womöglich auch. Beide sind grauenhaft. Hatte ich Hochhuth noch durch Anwendung satirischer Mittel demaskieren wollen, komme ich nicht mehr umhin anzuerkennen: Hochhuth bloßstellen kann niemand besser als Hochhuth.

der böse rolf


2 Antworten auf „Faschismus“


  1. 1 DWR 13. September 2011 um 23:48 Uhr

    Hochhuth wäre in seiner selbstverliebten Dusseligkeit eine Satire auf sich selbst, wenn er nicht so bösartig wäre, dass man über ihn nicht einmal mehr lachen, sondern nur noch kotzen kann. Wäre ich Hochhuth, würde ich Harald Schmidt wünschen, dass er einmal endet wie ich. -

  1. 1 Claus Peymann redet Unsinn und geht mir auf die Nerven « Generelle Pingback am 03. Januar 2012 um 21:01 Uhr
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