Helau

Humorvoll lässt sich in der Fastnacht lernen und vertiefen, was vielleicht im Grundkurs Rassenkunde nicht ausreichend vermittelt wurde:

Türken sprechen kein deutsch, feilschen notorisch, leben in einer Symbiose mit Dönern, sind ausnahmslos muslimisch, gewalttätig, kriminell und noch zum Putzen zu blöd.

Deutsche hingegen erzählen niemals altbackene, dumpfe Witze, sind keine rassistischen Dreckschweine und könnten z.B. Türken niemals etwas zuleide tun, geschweige denn erschießen.

Sollte bei jemandem nun bedauerlicherweise ein „Verdacht auf Rassismus“ entstanden sein, so weist Pressesprecher Tobias Bunker vom Hitlerschen Reichsfunk HR diesen strikt zurück. Von Verdacht könne keine Rede sein, so der Fastnachtsfaschist, denn ein ausgelassener Pogromaufruf „gehört zur sprichwörtlichen Narrenfreiheit“ wie ein Molotowcocktail zum Asylantenheim.


5 Antworten auf „Helau“


  1. 1 Stanislaw J. Hirschfeld 15. Februar 2012 um 20:25 Uhr

    Hallo Facebooker!

  2. 2 Dani 20. Februar 2012 um 18:00 Uhr

    Hallo Stanislaw!
    Auch bei Facebook findet sich noch Vernunft, auch wenns kaum zu glauben ist.

  3. 3 Stanislaw J. Hirschfeld 20. Februar 2012 um 18:30 Uhr

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  4. 4 DWR 21. Februar 2012 um 0:43 Uhr

    Facebook ist natürlich schlimm. Aber Karneval ist auch schlimm. Karneval ist ein Beleg für Triebunterdrückung und Menschenverwaltung. Gäbe es die nicht, gäbe es auch keinen Karneval. In einer nicht einmal halbwegs idealen, nur halbwegs vernünftigen Welt gäbe es keinen Karneval mehr, weil man seine Menschlichkeit jeden Tag ausleben könnte, wozu eben auch gehört, seine Bedürfnisse nach Rausch und Nutzlosigkeit auszuleben. Dass es im Jahr 6 Tage „wider den tierischen Ernst“ gibt, belegt doch nur, dass es 359 tierisch ernste, unmenschliche Tage gibt. Und dass dann dieser ganze 359-Tage-Dreck allerorten hochgespült wird wie die Kotze durch die Kehle, das sollte nur ein weiterer Ansporn sein, gerade an diesen Tagen ernst und nüchtern zu bleiben. Darum gilt: bevor der Ernst abgeschafft wird, muss erstmal der Witz weg! Denn erst wenn der letzte Witz gewitzelt, die letzte Büttenrede gelallt und der letzte Ironiker gefangen ist, werden wir merken, wie scheiße Scheiße wirklich ist.

  5. 5 Stanislaw J. Hirschfeld 21. Februar 2012 um 17:06 Uhr

    Geht der Karneval nicht auf antike Feste zurück, z.B. mesopotamische und römische? Damals wurde das Verhältnis von Herr und Sklave im Rahmen des Festes aufgelöst bzw. umgedreht. Das ergab zumindest meine Recherche bei Wikipedia. Da wurde jedenfalls im und zum Spaß simuliert, wie es gewesen wäre, wenn es nicht so gewesen wäre, wie es war. Gerade durch die spielerische Darstellung alternativer Realitäten wurden die realen Möglichkeiten negiert. Es musste also nach dem Fest wieder so werden, wie es war, denn was während des Festes geschah, war eindeutig bloß eine Alberei. So konnten wirkliche Konflikte zwischen Besitzenden und Besessenen eliminiert werden. Wer im Ernst gleiches Recht für alle gefordert hätte, wäre für einen Trottel gehalten worden, der selbst für einen Blick in den Kalender noch zu blöde ist, weil er die Festtermine mit den normalen Arbeitstagen vertauschte. Nichtsdestotrotz erschienen im Fest die tatsächlichen Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse, auch wenn sich mit ihnen im Fest augenblicklich wieder versöhnt wurde. Seiner Herkunft nach ist der Karneval also eine regelmäßige Veranstaltung zur Sicherung des sozialen Friedens. Kürzlich las ich während einer Zugfahrt einen Artikel irgendeines deutschen Konzernchefs, der voll des Lobes für den Karneval war, da dieser schließlich so sehr den Arbeits-, also Ausbeutungsalltag erleichtere. Daher ist es sicherlich reaktionär, zu fordern, man habe sich „wider den tierischen Ernst“ zu verhalten. Doch die eigentliche Pointe ist doch diese: Mitnichten sind die Jecken außerhalb der Karnevalszeit ernst, sie sind genauso lächerlich, reden den gleichen Unsinn und verweigern sich ebenso der Realität, die sie doch angeblich nur im Karneval auf den Kopf stellen. Noch schlimmer: Witzig sind ihre Witze auch nie!

    Hier muß ich noch etwas ergänzen. Denn erwähnenswert ist allemal, wie sehr die (zusehends weniger) aktuellen Protestformen dem Karneval ( oder für die USA: Halloween) gleichen. Seien es nun die Zombiewalks oder das Verkleiden als Guy Fawkes oder KZ-Häftlingen – keine Überraschung, wenn das fade Spektakel folgenlos bleibt.

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