Archiv der Kategorie 'Briefe an C.'

Hyperionistisches von Elsner

„Der Bananismus, der in der DDR ausgebrochen ist, beweist mir, daß die Deutschen bei der Menschwerdung des Affen mitten in der Entwicklung steckengeblieben sind. Ich spreche den Deutschen das Recht ab, herablassend über die Barbaren zu reden. Denn dort, wo jedem Buschmann ein Herz schlägt, befindet sich bei den Deutschen ein Schlagstock. Dort wo die Pfaffen die Seele wähnen, liegt bei den Deutschen ein Ordnungshüter auf der Lauer. Nichts fällt den Deutschen schwerer, als Menschen zu sein. Entweder sind sie Arbeitstiere, oder Gemütsmenschen, die kaum daß sie ihr grauenvoll gemütliches Eigenheim betreten haben, ihren Frauen, das heißt jenen Wesen mit einem behaarten Loch zwischen den Beinen, prahlerisch zurufen: Ich habe heute wieder einmal wie ein Schwein geschuftet. Mal sind die Deutschen Mordskerle. Deshalb wurden auch in den KZ keine Massenmorde verübt. Es wurden vielmehr Leichen produziert, als handle es sich hierbei um Lippenstifte, Lodenmäntel oder Limonade. Ich glaube in den Adern der Deutschen fließt kein Blut, sondern Tomaten-Ketchup. Zuunrecht nannte man Eichmann oder Höß Schreibtischtäter. Sie waren Leichenproduzenten. Auschwitz war eine Leichenproduktionsfiliale. Fürchterlich sind jene Deutsche, die die Deutschen eine Seele von Mensch nennen. Entsetzlich sind die sogenannten Stimmungskanonen. Grauenvoll ist der Mainzer Karneval, wenn die Deutschen auf Befehl einen schreckenserweckenden Frohsinn voller Verbiesterung exerzieren. […] Manchmal frage ich mich, ob ich nach Neuguinea auswandern soll, wo es dem Vernehmen nach noch Kannibalen gibt. Wenn mich diese Kannibalen fressen, werde ich die unsägliche Schmach vergessen, daß man mich eine Deutsche nennt.

Doch muß man zwischen deutschvollen Deutschen, die immer in der Mehrheit waren und wohl immer in der Mehrheit bleiben werden, und deutschlosen Deutschen unterscheiden. Man kann auch von bedeutschten Deutschen und unbedeutschten Deutschen reden. […]

Bitte verhalte Dich wie ein unbedeutschter Deutscher.“ (Gisela Elsner in einem Brief an Ronald M. Schernikau)

Nachtrag: Genossin Elsner hat in allem recht, nur in einem nicht. Die mit dem Ketchup in den Adern, das sind selbstverständlich die Amerikaner. Schneidet man jedoch einen Deutschen auf, tritt Wurstwasser aus.

sausage juice

Viel zu oft und immer wieder: Religion und die damit verbundene Hirngrütze

Als im marxistisch-leninistischen Geheimversteck (Spiegelstraße 14, Zürich) die Nachricht von Bischof Mixas Rücktrittsgesuch eintraf, freuten wir uns keineswegs. Die katholische Kirche wird sich ein weiteres Mal restaurieren, einer Hydra wachsen bekanntlich für jeden abgeschlagenen Kopf zwei neue nach. Schadenfreude ist fehl am Platze, wo es keinerlei Schaden gibt. Die endgültige Vernichtung des Katholizismus, die nur Teil eines erfolgreichen Feldzuges gegen die Religion als solche sein kann, welcher ohne bolschewistische Revolution nicht zu haben ist, bleibt vorerst Zukunftsmusik, wenn auch wohlklingende. Ersten leisen Tönen war in der als Zeitalter verleumdeten und verharmlosten Aufklärung zu lauschen, sie wurden an der Guillotine gespielt. In diesem Zusammenhang darf an den Glockeneinschmelzer Fouché erinnert sein, der aufgrund seines Machthungers jedem Kommunisten, der es ernst meint (von dieser Sorte soll es tatsächlich noch 8 Stück geben, wenn’s hoch kommt), als Vorbild dienlich sein kann. Doch zurück zum gewohnten Alltag der gesellschaftlichen Kakophonie. Die einflußreiche Rolle, die der Kirche und ihren ungeheuerlichen Geschwistern zukommt, lässt sich leicht erkennen an ach so ausgewogenen und gar kritischen Geistern, die sich nicht entblöden, sich selbst als Agnostiker zu verhöhnen, weil man schließlich nicht mit letzter Sicherheit wissen könne, ob nicht doch irgendwo im hinterletzten Flecken des Multiversums ganz vielleicht Jehovah, der liebe Gott und Allah mit ihren Kumpel Buddha und Vishnu Karten kloppen. Ein Wunder, dass solche Armleuchter nicht rund um die Uhr die nicht auszuschließende Existenz sämtlicher Wahnvorstellungen einräumen, die sich die Halluzinierenden dieser Welt im Laufe der Jahrhunderte haben einbilden können. Dabei ist doch schon die Betonung, man pflege atheistische Ansichten, nichts als widersinnig. Nicht die vernunftbegabten Wesen, die ihr Talent nicht verkommen lassen (von dieser Sorte soll es, wie bereits erwähnt, tatsächlich noch ganze 8 Exemplare geben), haben sich zu rechtfertigen für ihre Vernunft. Und die, denen Vernunft bestenfalls vom Hörensagen geläufig ist, haben sowieso das Maul zu halten. Ist besser so.

kirche

Neues von einer christlichen Zombietante

Was wird man, wenn man ein rechtsradikales Monster wie Wolf Biermann zum Stiefvater hat? Man wird ein geistesgestörtes Monster wie Catharina „Nina“ Hagen.

Bekanntlich ist „Nina“ Hagen mittlerweile getaufte, leider noch nicht ertränkte Christin, die zwar weiterhin an Ufos glaubt, sie aber fürchtet, da irgendwelche ähnlich Bekloppte wie Hagen von irgendwelchen womöglich im Drogenrausch halluzinierten Ufo-Besatzungen sich „gegen ihren Willen gefoltert“ wähnen. (Gegen ihren Willen? Dann war das ja gar kein einvernehmlicher, interstellarer SM-Sex!) Doch es gibt Schlimmeres, und es hat einen Namen: Lady Gaga. Während die einen sie zurecht für eine überdurchschnittlich talentierte Pop-Sängerin (demnächst: POP!-IKONE!!!) halten und die anderen im antikonsumistischen Verblendungszustand alles ablehnen, was professionell inszeniert und produziert ist, oder durchschnittlich umnachtet nicht begreifen, aber kaufen, weiß unsere Vernunftlose Überraschendes zu berichten:

Sie ist eine satanistische Schlampe, mit ihren faschistischen und dämonisch-angehauchten Geheimzeichen. Ihre Pop-Prostitution hat mehr mit Bikini-Werbung als mit Wärme zu tun. Ich habe immer die Liebe verspritzen lassen, aber bei ihr verspritzt bloß der Luxus.

So keifen alte Weiber, die auch gerne mal wild mit Katzen um sich werfen, kurz bevor sie in die Geschlossene einfahren, denkt man sich spontan. Hagen wird natürlich nicht verhaftet, sondern immerhin soweit hofiert, um als eigenartiger Klecks Farbe (schleimgrün) mit ihrem reaktionären Wahnsinn die Presse zu beschäftigen – die „deutsche Punk-Sängerin“(Wikipedia) ist eine Künstlerin, von der erwartet wird, ordentlich kreativ und übergeschnappt zu sein und tatsächlich genau das zu machen, was normalen Gesellschaftsmitgliedern im Sinne der geregelten Lohnarbeit untersagt ist (vgl. Jonathan Meese, Christoph Schlingensief, Helge Schneider). Widerspruch hat sie nicht zu erwarten, wozu auch, das weiß noch jeder, der es wissen will, daß „die Diva“ (Gala) kein vernünftiges Wort wert ist. Und überhaupt will ihr neues Buch schließlich auch verkauft werden.
Wieso also diese Zeilen? Weil es wehmütig stimmt, wenn man daran denkt, was aus einer Catharina Hagen ohne den bis heute, immernoch schwer gesellschaftskritisch, vor sich hin grunzenden Nazi Biermann hätte werden können.

post scriptum: Sowas sagt die allen Ernstes:

Ich bin auf der Welt, um die Wahrheit zu checken und den Frieden auf Erden zu verwirklichen. Deshalb missioniere ich wie verrückt.

Man müsste Wahrheit und Frieden vor dieser „wie“ Verrückten direkt in Schutz nehmen, damit niemand auf den Gedanken käme, die Trulla, die übrigens wie eine blöde 5Jährige im Körper einer geschmacklosen 80Jährigen aussieht, die besessen ist von einem zeitlosen Unterteufel, der nicht mehr ganz rund läuft, hätte am Ende noch recht und Wahrheit und Frieden wären etwas, vor dem man sich hüten müsse, wenn man nicht um den armseligen Bewußtseinszustand der ca. 6 Milliarden Zombifizierten um einen herum wüsste. Ist nämlich eh schon egal.

zombietante