Archiv der Kategorie 'Revisionismus'

Europäische Linke

Die Liste der Parteien, die Mitglied der revisionistischen Europäischen Linke sind oder Beobachterstatus besitzen, verdeutlicht die Gefahr, die korrekt zu benennen mal wieder der KKE überlassen bleibt:

„Die EL hat ihr Lager gewählt, indem sie die EU und das Ausbeutungssystem unterstützt. Aus diesem Grund ist sie ein Werkzeug für die Abschaffung der kommunistischen Merkmale von kommunistischen Parteien sowie deren Mutation.“

Die DKP ist bislang kein Mitglied der EL, sondern hat Beobachterstatus, da der Kampf, ob die DKP in Deutschland die einzige kommunistische Partei bleiben oder eine weitere sozialdemokratische werden soll, noch nicht entschieden ist.

PS: Die Stellungnahme der KKE findet sich auf kominform.at, das, ähnlich der jW, schwer daran krankt, regelmäßig Kommunismus mit Antisemitismus zu verwechseln. Es ist schlichtweg unerträglich, wenn einerseits z.B. Texte von und über Hans Heinz Holz, andererseits aber widerlicher Schmutz wie der von Evelyn Hecht-Galinski verbreitet werden. Wer ihr zustimmt, soll bitteschön von schwuler Gewalt gegen Heterosexuelle sprechen, wenn Homophobe lesbische Frauen angreifen, soll mordende Rassisten mit Verweis auf türkische Kleinkriminelle verteidigen, soll den deutschen Faschismus ins Recht setzen, indem er von ursächlichen bolschewistischen Massenmorden raunt. Aber eins soll er gewiß nicht: sich für einen Kommunisten halten.

Die Zuständigen

„Gegen die verfassungsfeindliche NPD und ihr terroristisches Umfeld hilft nur das Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger, die friedlich zeigen, daß sie die Nazis weder in Dresden noch in einer anderen Stadt dulden wollen. Ich werde mich in Dresden an den friedlichen Blockaden gegen Nazis beteiligen. Ich bin dabei und weiß, daß viele Mitglieder meiner Partei und auch der anderen demokratischen Parteien in Dresden dabei sind. Ich habe die Kanzlerin gefragt, ob sie sich an der Demonstration in Dresden beteiligt. Eine Antwort steht noch aus. Ich will daran erinnern, daß am 8. November 1992 über 350000 Menschen in Berlin gegen fremdenfeindliche Gewalt auf die Straße gingen. Dabei waren: Richard von Weizsäcker, Rita Süssmuth, Helmut Kohl, mehrere Bundesminister, alle Regierungschefs der Länder – nur die CSU hatte sich verweigert. Es ist an der Zeit, daß wieder einmal die Zuständigen Zivilcourage zeigen.“ (Gesine Lötzsch)

Wieso eigentlich? Nichts wäre gewonnen, wenn ein weiteres Mal das antifaschistische Selbstbild Deutschlands bestätigt werden würde. Niemand wäre sicherer vor mordenden Nazis und abschiebenden Behörden, vor drohender und realisierter Verarmung, vor geführten und noch zu führenden Kriegen. Im Gegenteil, die Morde und Abschiebungen, Entlassungen und Lohnkürzungen, Bombardierungen und Erschießungen würden bloß begleitet vom freundlich und verständnisvoll lächelnden Bundesmob, der seine Hände in Unschuld wüsche. Das kann nur einfordern, wer insgeheim bereits auf der Seite der Mörder und Ausbeuter, also der herrschenden Klasse steht, nämlich der Sozialdemokrat, das vermutlich verlogenste, niederste Subjekt, das der Klassenkampf je kannte. Insofern war die Schelte, die Lötzsch einstecken musste, als sie Interesse an nicht näher benannten Wegen zum Kommunismus heuchelte, völlig unberechtigt und ähnlich absurd, wie der an die NSDAP gerichtete Vorwurf Steinbachs, es habe sich bei jener um eine die Arbeiterklasse vertretende, den Sozialismus anstrebende Partei gehandelt, wo doch bekanntlich dem Monopolkapital im bzw. vom Dritten Reich beste Bedingungen geschaffen wurden. All diese Verwirrspiele, Begriffsverdrehungen und dreisten Lügen dienen schlußendlich aber einem einzigen Zweck: Die wirklich Zuständigen, die Beherrschten und Ausgebeuteten sollen nicht von ihrer Zuständigkeit erfahren, das Proletariat soll kein Klassenbewußtsein entwickeln und abgetrennt bleiben von seiner revolutionären Avantgarde, der Kommunistischen Partei. Schön ist es zu sehen, wenn, wie gegenwärtig in Griechenland, das Erreichen dieses Zwecks massiv behindert wird.

Das Märchen vom Siamesischen Kampffisch Nikita Chruschtschow

Es war einmal ein Siamesischer Kampffisch, der des unerbittlichen Kampfes gegen seinen Rivalen müde geworden war. Doch wie es eben so ist, er konnte nicht aus seiner Haut und blieb, genauso wie sein Rivale, ein Siamesischer Kampffisch, dessen Natur es ist, jeden anderen Siamesischen Kampffisch bis zum Tod zu bekämpfen oder vom anderen Siamesischen Kampffisch bis zum Tod bekämpft zu werden. Unser kleiner Siamesischer Kampffisch überlegte und überlegte, was nun zu tun sei, um dem unerbittlichen Kampf ein Ende zu machen und hatte schließlich eine tolle Idee: Der unerbittliche Kampf sollte von da an Friedliche Koexistenz genannt werden, dann würde endlich Ruhe einkehren, denn wenn man etwas anders nennt, dann wird etwas anderes daraus. Und so geschah es. Und da unser Siamesischer Kampffisch bekanntlich gestorben ist, lebt nur der andere noch heute.

betta splendens